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Bewußtsein (Gesinn)

Bewußtsein (Gesinn) ist die Eigenschaft der höchstentwickelten informationsverarbeitenden Systeme, insbesondere des Menschen und offensichtlich einiger Tierarten. Daß diese als informationsverarbeitend bezeichnet werden, besagt keine Äquivalenz zu Rechnern, insbesondere keine Äquivalenz zur sogenannten Turing-Maschine, dem abstrakten Modell des Digitalrechners.
Das Wort "Gesinn" haben wir komplementär zu "Gehirn" gewählt, da "Bewußtsein" das Gemeinte begrifflich zu sehr einengt. Gesinn läßt Unbewußtes, Transzendenz, Metaphysik und Gott zu.

Zum Gesinn gehören:

  1. Intelligenz, d.h. kognitive Fähigkeit
  2. die Fähigkeit zur Unterscheidung der Umwelt von sich selbst.
  3. Polykontexturalität, d.h. die Existenz voneinander unabhängiger, NICHT gemeinsam sequentiell abbildbarer Sinnprozesse. Sequentialäquivalenz ist leider eine prinzipelle Beschränkung heutiger Rechner, insbesondere auch der digitalen Neuronennetztechnik.
  4. Transzendenz, die selbstreflexive Fähigkeit, auch die Erkenntnis von sich und der Umwelt zu erkennen. Damit verschwindet der Gegensatz Geist/Materie.
  5. Wille (Volition), d.h. der Antrieb, die Umwelt und sich selbst zu verändern.
  6. Sinnprozeßfähigkeit, die Fähigkeit, diesen Antrieb umzusetzen (z.b. sprachlich).
Inwieweit ein eigener (biologischer) Körper, damit Qualia (Gefühls- und Körperzustände), eine kommunizierende Gruppe Gleichartiger (Gesellschaft), Sprache sowie das Göttliche zu einem bewußten System notwendig dazugehören, ist nicht geklärt. Alle bewußten Systeme, die wir bisher kennen, haben jedoch diese Eigenschaften.

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